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Wir sind umgezogen:

 

Ab dem 20. März 2014 finden Sie unser Büro in der Hettstedter

C.-Ch.-Agthe-Str. 25 in dem III. WK.

Öffnungszeiten, Telefon- und Fax-Nummer sowie E-Mail-Adresse bleiben unverändert

  

 

20 Jahre Mieterverein Hettstedt am 02.08.2011


Genau heute vor 20 Jahren haben 9 interessierte und engagierte Bürger den Hettstedter Mieterverein im Gebäude der ehemaligen SED-Kreisleitung gegründet, wo auch kurzzeitig unsere erste Geschäftsstelle war. Von diesen 9 der ersten Stunde sind dem Verein bis heute vier treu geblieben: Frau Wartzok, Herr Gabriel, Herr Bednarz und ich.

Zum Ende des Gründungsjahres 1991 hatten wir 68 Mitglieder.

 

Ab dem 1. Oktober 1991 wurde für die Mieter in den neuen Bundesländern die erste Grundmietenverordnung, der dann in den nächsten Jahren weitere folgten, eingeführt. Zum 01.01.1998 wurde dann das Vergleichsmietensystem auch für die östlichen Bundesländer die gesetzliche Grundlage bei Mietrechtsstreitigkeiten. Diese für uns neuen Gesetzlichkeiten brachten dem Verein einen Mitgliederzuwachs, da Mieterhöhungen ja bisher keine Rolle spielten. Auf der Grundlage von bestimmten Kriterien, wie zum Beispiel Zentralheizung oder eine abgeschlossene Wohnung, konnte die Miete um einen bestimmten Betrag pro qm erhöht werden.

 

Ebenso kam es zu vielen Sanierungen und Modernisierungen besonders der Wohnblocks der Großvermieter Wohnungsgesellschaft und –genossenschaft. Dies war natürlich einerseits für die Mieter sehr schön, brachte andererseits aber auch Mieterhöhungen mit sich.

 

 

So hatten wir im Oktober 1995 erstmals 307 und im August 1997 400 Mitglieder. Die bisher meisten Mitglieder hatte der Verein im April 1998 mit 442. Bis zum Februar 2003 hatten wir immer über 400 Mitglieder. Danach verringerte sich leider die Mitgliederzahl bis heute auf 236. Die Ursachen hierfür liegen in der demografischen Entwicklung und der Arbeitsmarktsituation unserer Gegend. Die Mehrheit unserer Mitglieder waren und sind ältere Bürger, die die Hilfe des Vereins benötigten und benötigen, weil sie sich allein nicht gegen das Vorgehen ihrer Vermieter erwehren konnten bzw. können. Im Laufe der Jahre verstarben diese bzw. zogen in Alten- und Pflegeheime. Unsere jüngeren Mitglieder sind leider immer nur kurzzeitig im Verein, da sie meist der Arbeit hinterher- und damit aus Hettstedt wegziehen.

 

Unser erster Beratungsraum war wie schon gesagt in der Unteren Bahnhofstraße, dem heutigen Sitz der Wohnungsgesellschaft.

Wir waren damals wie heute juristische Laien und haben dennoch dem Ansturm der fragenden Mieter standgehalten: eine Beratung im Minibüro und gleich zwei weitere auf der Treppe. Manchmal fühlten wir uns wie ins kalte Wasser geworfene Nichtschwimmer. Untergegangen sind wir aber nicht, auch dank der Weiterbildungen durch den Landesverband Sachsen-Anhalt.

Danach zogen wir in zur ELMET, erst im ehemaligen Bürogebäude und dann in das Produktionsgebäude. Auch wenn das Umfeld nicht immer für uns optimal war, waren wir froh, Preis günstige Büroräume zu haben. Die nächste Geschäftsstelle hatten wir dann seit 2000 im Ärztehaus in der Schillerstraße, wo wir bis zum 31.3.2011 arbeiteten. Am 1. April erfolgte dann unser Umzug in unser jetziges Büro hier nebenan.

Für eine gute Vereinsarbeit im Interesse unserer Mitglieder sind die Arbeitsbedingungen sehr wichtig. Aber die Arbeit der Beraterinnen war und ist das Wichtigste.

 Durch die Genehmigung einer ABM-Stelle von Ende 1991 bis Ende 1993 konnte dies kurzzeitig durch Frau Wartzok und dann durch Frau Rockmann übernommen werden.

Am 1. Februar 1994 kam Frau Brosowsky zu uns und ist uns bis heute treu geblieben. Seit 2010 wird sie durch Frau Keil vom Mieterverein Eisleben unterstützt.

Im Verlauf der 20 Jahre unseres Bestehens kamen 9972 ratsuchende Bürger zum Verein. In den Jahren von 1999 bis 2003 kamen durchschnittlich 800 Mieter pro Jahr zu uns. Das war die Zeit mit den höchsten Mitgliederzahlen. In den letzten vier Jahren suchten 400 pro Jahr Rat und Hilfe beim Verein. Dazu sei bemerkt, dass wir auch unsere Beratungszeiten gekürzt haben.

Die Arbeit für meine beiden Kolleginnen ist dadurch aber keineswegs geringer geworden. Meist sind die Mietrechtsprobleme seit 2001 komplizierter geworden sind, das heißt umfangreichere Beratung und Schriftverkehr mit dem Vermieter oder sogar einem Anwalt.

 

Leider betrachten uns viele Mieter auch heute noch nur als Dienstleistungsbetrieb, den man mal aufsucht, wenn es Probleme gibt. Man möchte die Fragen beantwortet haben, ohne Vereinsmitglied zu werden. Es ist immer noch schwer, den Bürgern zu erklären, dass wir ein Verein sind, der sich nur aus den Mitgliedsbeiträgen trägt.

Trotz etlicher Ärgernisse bei unserer Arbeit, gab und gibt es viel Erfreuliches für unsere Mitglieder, wenn wir zum Beispiel ungerechtfertigte Ansprüche seitens des Vermieters erfolgreich zurückweisen konnten, was für diesen dann meist in Euro und Cent ausgewirkt hat. Die Gespräche mit den Vermietern haben dabei eine große Rolle gespielt. Auch wenn es manchmal ganz schön haarig zuging, haben wir besonders mit der Wohnungsgesellschaft Hettstedt und der Genossenschaft gut zusammen gearbeitet. Dafür möchte ich mich bedanken; ebenso bei der Presse unseres Kreises, hier besonders bei der MZ.

Als Vorsitzende des Vereins möchte ich mich natürlich bei unseren beiden Beraterinnen für ihre gute Arbeit bedanken und ebenso bei den Mitgliedern des Vorstandes, denn unsere gute 20-jährige Arbeit konnte nur gemeinsam gelingen. Auf viele weitere erfolgreiche Jahre.

Mieterverein Hettstedt und Umgebung e. V.